Das Zimmer trägt den Namen von Emilio Materassi, Bugatti-Rennfahrer aus Borgo San Lorenzo. Zwei Einzelbetten im ersten Stock, gemeinsam genutztes Bad — ideal für befreundete Mitreisende.
Jetzt buchen →Emilio Materassi wurde am 27. Oktober 1894 in Borgo San Lorenzo geboren. Mit vierzehn arbeitete er als Lehrling in einer Seilerei; mit achtzehn meldete er sich freiwillig zum Militär. Nach der Front wurde er als Busfahrer der SITA-Linie Florenz–Borgo San Lorenzo eingestellt.
Laut der Biographie von Cesare De Agostini, Emilio Materassi (Giorgio Nada Editore, 2007), wurde er entlassen, weil er in den Apenninkurven zu schnell fuhr. Er wechselte zum Motorsport. 1927 gewann er am Steuer eines Bugatti 35B die Targa Florio — das Bergrennen durch die Madonie — in 7:35:55 Stunden. Im selben Jahr gründete er die Scuderia Materassi, eines der ersten italienischen Privatrennteams.
Er starb am 9. September 1928 beim Großen Preis von Italien in Monza. Sein Talbot 700 kam auf der Zielgeraden von der Strecke ab, durchbrach die Absperrung und prallte in die Zuschauermenge: 22 Zuschauer kamen ums Leben, zusammen mit Materassi. Es war bis dahin das schwerste Unglück der Motorsportgeschichte. In Borgo San Lorenzo trägt der Hauptplatz seinen Namen.
Der Rennkurs Mugello International Circuit, 1974 in Scarperia gebaut, benannte seine Kurve 4 nach Materassi: eine Rechtskurve, die im fünften Gang bei etwa 230 km/h durchfahren wird. Seit 2008 richtet der Kurs den italienischen MotoGP-Grand-Prix aus. Er ist etwa 12 km mit dem Auto vom Haus entfernt.
Zehn trockene Runden in Mugello sind tausend in Abu Dhabi wert.— Mark Webber, Formel-1-Pilot